Führungskräfte beginnen ihre Laufbahnen immer als Experten. Sie werden dann zu Teamleitern. Aus Teamleitern werden Abteilungsleiter. Aus Abteilungsleiter werden Bereichsleiter usw. Manche schaffen es vom Experten bis zum Vorstandsvorsitzenden.

Martin Winterkorn studierte Metallphysik, arbeite als Experte in der Forschung von Bosch, wurde Assistent des Vorstands bei Audi, danach Bereichsleiter der Qualitätssicherung und der Rest ist Geschichte.

Das erscheint uns „normal“. Es hat aber eine Kehrseite.

Unter Belastung und Überforderung neigen Führungskräfte dazu, sich von anderen abzukoppeln, ihre eigenen Ansichten dominant durchzusetzen und „Mehr vom Gleichen“ zu machen. Sie fallen auf ihre frühe Expertenebene zurück und nehmen die eigentlichen Führungsaufgaben nicht mehr wahr. Eine Regressionskette entsteht. Allerdings nicht auf allen Ebenen. Obere Führungsebenen regredieren nicht nach unten, sondern spalten sich nach oben ab. Ein Führungsvakuum entsteht. Manche oberen Führungskräfte reagieren auf dieses Vakuum mit Kontrolle und Mikromanagement. Sie beginnen damit, alles selbst zu entscheiden und hinterlassen verunsicherte Mitarbeiter, die keine eigenen Entscheidungen mehr treffen.

Bitte sehen Sie selbst: youtube Winterkorn scheppert (heimlich gefilmt auf der IAA in Frankfurt 2011 – Hyundai i30 – höhenverstellbares Lenkrad – „Da scheppert nix – „Warum können wir das nicht? – „Wir hatten eine Lösung, aber die war zu teuer. Bitte beachten Sie auch das Maßband …!)

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